Sieben Leben

 

Laaangsaaam

Nach einiger Zeit habe ich die Abspielgeschwindigkeit erhöht, weil´s so langweilig war. Und selbst dann wirkte der Film noch langsam.

Öde, Standard-Melodrama-Musik.

 

Ein mysteriöser Held, über den wir nichts erfahren. Will Smith spielt ihn mit zwei Gesichsausdrücken – melancholisch oder kühl-ernst. Das ist für zwei Stunden einfach zu wenig.

Gabrielle Muccino wollte nicht den klassischen Will-Smith-Charme nutzen. Fehler ! Denn dafür guckt man sich einen Will Smith-Film an.

Sicher will der Superstar sein Repertoire erweitern und als ernster Schauspieler wahrgenommen werden. Hier gelingt ihm das nicht.

Dem Film fehlt dadurch lange ein roter Faden.

Was Ben bewegt, wird völlig grundlos bis zum Finale aufgespart.

Gleichzeitig lenkt diese Ungewissheit aber von der zentralen Lovestory ab.

Man weiss, da kommt noch was und wartet und wartet und wartet.

Vielleicht ist das Team zu unerfahren. Muccino dreh seinen zweiten Film in den USA – und ist nach dem Erfolg von “Das Streben nach Glück” etwas zu selbstbewußt, dass er das Spiel beherrscht. Und auch der Komponist ist ein Frischling.

In den Extras zur DVD wird viel zum Konzept des Films, zu den angeblich vorhandenen Schichten, Spannungen und Themen erklärt. Im Film übertragen sich diese aber nicht auf den Zuschauer.

Typisch für Filmleute ist wohl der Glaube man habe hier das Rad neu erfunden. “Hollywood dreht sonst kaum Lovestories” ! Wie bitte ? Wer unterhaltsame Varianten der Wiedergutmachung sucht, dem sei eine Staffel der Comedy-Serie “Mein Name ist Earl” empfohlen.

 

Der schlechteste Will-Smith-Film seit langem. Schade, denn die Geschichte hat viel Potential

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