Radio Rock Revolution

 

Sex & Drinks and Rock´n Roll

Die nicht ganz wahre Geschihcte eines Piratensenders, der 1966 die britischen Inseln mit Pop beschallt, als die BBC noch tief in der Nachkriegszeit steckt.

An Bord kümmert sich die fast ausschließliche männliche Mannschaft aber vor allem um ihren Triebausgleich, weniger um Musik oder den Sender. Mittendrin ein Teenager auf der Suche nach seinem Vater und dem ersten Sex.

Auch der Konflikt mit der Obrigkeit wird völlig albern und nebensächlich abgewickelt, die Hauptgegner der Bürokratie heißen Titten und Klit. Und das es sich hier auch um die Anfänge des kommerziellen Radios handelt, um Leute die Geld mit Werbung verdienten, fällt unter den Tisch.

Das Revolluzer-Image passt da doch nicht so ganz, auch wenn an Bord gehurt, gesoffen und geflucht wird und allgemein eine sehr hippieske Grundeinstellung herrscht.

Über weite Strecken doch mehr ein Videoclip als ein Spielfilm. Oberflächlich. Irgendwie ist den Schreibern nicht so recht eingefallen, was man an Bord machen könnte. Die Suche nach dem Vater endet völlig enttäuschend in einer Sackgasse, was den Jungen aber gar nicht so richtig stört. Die erlösende Lovestory der Hauptfigur wird völlig einfallslos durch eine komplett unerwartete Wiederkehr aufgelöst. Einerseits sind alle an Bord leicht gestörte Figuren, andererseits sind sie ein illustrer Kreis von Popstars, abgehoben von der Welt ihrer Fans

Der Soundtrack ist nett, lauter 60er Klassiker – hier kriegt man mal eine Ahnung davon, dass sie tatsächlich mal Teil einer Revolution waren, auch wenn sie heute ausnahmslos auf jedem Oldiesender laufen.

Pluspunkte sind die illustre Besetzung mit Bill Nighy, Nick Frost, Kenneth Branagh, Rhys Ifans, und Philip Seymour Hoffman.

 

Logo