Hero wanted

 

Schön dass Cuba Gooding Jr. die Zeit der süßlichen Disney-Komödien hinter sich gelassen hat. Den Part übernimmt inzwischen Ice Cube.

Bei richtig ernsthaften Film ist er aber noch nicht wieder angekommen.

"Hero Wanted" ist ein überraschend brutales Rachedrama.

 

Zunächst spielt Liam Case, einen grundguten, vom Schicksal gebeutelten Witwer,. Als er ein kleines Mädchen aus einem brennenden Auto rettet wird er zum gefeierten Helden. Aber der Ruhm währt nicht lange. Jahre später ist er erneut am Boden. Um eine hübsche Frau zu beeindrucken, fingiert er mit ein paar Gangsterfreunden einen Überfall auf die Bank in der sie arbeitet, um sich dabei erneut als Held zu zeigen. Dabei werden jedoch Case und seine Angebetete schwerverletzt. Nach seiner Genesung begibt Case sich auf einen Rachefeldzug gegen seine ehemaligen Kumpane. Ein bißchen viel Schicksal auf einmal.

Der Film leidet unter der allzu konstruierten Handlung, gestelzten Dialogen und klischeehaften Charakteren.

Zu Letzteren gehört auch der philosophierende Mentor des Helden, der praktischerweise ein Wffenarsenal und eine entsprechende militärische Ausbildung hat.

Auch Kommissar Zufall spielt hier mehr als einmal eine gewichtige Rolle. Aber da es sich hier um eine eher günstige Produktion handelt, müssen die Beteiligten sich zwangsläufig immer wieder über den Weg laufen.

Im Verlauf der Handlung bekommt das ohnehin lädierte Heldenimage dann zunehmend Kratzer, der Möchtegernheld wird zum Racheengel. Das ist eine gehörige Überraschung, macht Cubas Figur aber auch zu einem ziemlichen Idioten und seinen völlig unreflektierten Racheakt zu einer extremen Psychonummer, weil der "Held" seine Fehler nicht erkennt.

 

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