P.S.: Ich Liebe Dich

Eine Witwe bekommt Briefe – von ihrem toten Mann. Vor seinem Ableben hat er geplant, wie er seine große Liebe über die Trauer hinweg helfen kann. Jeder einzelne Brief endet mit „P.S. Ich liebe dich“.

  

DIE STORY

Gerry (Gerard Butler) und Holly (Hilary Swank) sind schon seit Jahren ein Paar. Der extrovertierte Ire und die eher zurückhaltende New Yorkerin geraten sich zwar ständig in die Haare, die Versöhnung folgt aber meist gleich anschließend: 

Als Gerry an einem Hirntumor stirbt, ist Holly am Boden zerstört, und weder Familie noch Freundinnen können sie aus dem monatelangen Tief holen. Aber Gerry hat genau das vorausgesehen. Vor seinem Tod hat er seiner großen Liebe deshalb haufenweise Briefe geschrieben, die sie nun nach und nach erhält. Für Holly sind sie eine Verbindung mit ihrer Vergangenheit – aber Gerry will mehr als nur Erinnerungen wecken. Er gibt ihr Tipps zur Wohnungseinrichtung und für ihren verhassten Job, er bringt sie dazu, mal wieder auszugehen. Und er schenkt Holly eine Reise in seine Heimat Irland, wo die beiden sich kennen gelernt hatten. Unter den kernigen Naturburschen von der grünen Insel sollte sich doch ein potentieller Nachfolger für Gerry finden lassen. Tatsächlich ergeben sich allmählich auch erste Flirts. Aber Holly ist immer noch nicht bereit, ihre große Liebe loszulassen.

 

DIE STARS:

Hilary Swank konnte bereits zwei Oscars gewinnen, zuletzt für Clint Eastwoods Boxerdrama „Million Dollar Baby“. Mit „P.S. Ich liebe dich“ will sie sich bewusst vom harten Image abkehren. Trotzdem wirkt sie zum Glück nicht wie die weichgespülte Standardbesetzung üblicher Hollywood-Romantik-Komödien, sondern erfreulich spröde und kantig – einfach echter.  Gerard Butler beeindruckte als muskelbepackter Spartaner-König in dem Antik-Drama „300“. Und auch hier spielt er einen rauen Kerl, allerdings mit dem Herz am rechten Fleck und einer überraschenden rockigen Gesangstimme. Den spartanischen Körperbau hat er allerdings beibehalten und weiss ihn auch geschickt einzusetzen.

 

DER KICK 

Wenns romatisch werden soll, zieht es nicht nur deutsche Fernsehfilme nach Irland. Auch auf Amerikaner wirkt die Insel mit rauer Natur und ebensolchen Menschen sehr verlockend. Deshalb sucht die Heldin auch hier nach einem Ausweg aus ihrem desolaten Gefühlsleben. Der eigentliche Grund dafür ist allerdings Cecile Ahern, die Autorin der Buchvorlage, eine waschechte Irin und Tochter des amtierenden Regierungschefs Bertie Ahern. Ihre Vorlage wurde von Regisseur Richard LaGravenese verfilmt, der seinerseits als Autor von „Der Pferdeflüsterer" sein Talent für tränenträchtige Melodramen bewiesen haben.  

Von weitem erinnert dieses Liebesdrama an übernatürliche Lovestories wie „Stadt der Engel" mit Meg Ryan oder "Ghost" mit Patrick Swayze und Demi Moore. Allerdings gehts hier nicht wirklich um Geister oder andere übernatürliche Erscheinungen. Hollys toter Ehemann wird nur in ihrer Erinnerung wieder lebendig. Und damit die Zuschauer nicht komplett dehydrieren wurde der sentimentale Anteil des Films durch viel Humor gekontert, den unter anderem Lisa Kudrow („Friends“) beisteuert. Abgesehen von der leicht morbiden Ausgangssituation ist „P.S. Ich liebe dich" eine klassische Beziehungskomödie über die Suche nach dem Richtigen unter leicht erschwerten Bedingungen. Aber die Klasse der Darsteller und der Dialoge hebt in locker aus der Masse heraus. 

 


 

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