I am Legend

Ein weltweite Epidemie rafft die Menschheit dahin. Der Wissenschaftler Robert Neville ist offenbar als einziger immun. Mittlerweile lebt er seit Jahren allein in Manhattan Doch es gibt noch andere Überlebende. Mutanten beherrschen die Stadt bei Nacht. Für Neville sind sie einerseits Todfeinde – und andererseits die einzige Chance, das Virus zu erforschen und unschädlich zu machen.

 

DIE STORY:

In nicht allzu ferner Zukunft entdecken Wissenschaftler die Heilung für Krebs. Aber das Mittel entwickelt sich zu einem tödlichen Virus der binnen kurzem die Welt entvölkert.

Der Militärwissenschaftler Robert Neville ist der letzte Überlebende in New York. Seit Jahren hält er die Stellung im völlig entvölkerten Manhattan. Aber er hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben, noch weitere Menschen zu finden.

Die Tage bestehen aus stumpfer Routine – Lebensmittel und Benzin auftreiben und vor Sonnenuntergang das gut gesicherte Quartier erreichen. Denn Nachts wird die Stadt von Zombies beherrscht.Tagsüber allerdings macht Neville Jagd auf die Mutanten in ihren Verstecken. An ihnen testet er immer neue Heilmittel - mit meist fatalen Folgen.

  

DIE STARS:

„I am Legend“ ist eine Will-Smith-One-Man-Show.  Diesmal ist die übliche Rekordgage deshalb durchaus gerechfertigt, denn zwei Drittel des Films bestreitet er im Alleingang. Dabei bietet er einen Querschnitt seiner zuletzt mit „Das Streben nach Glück“ erweiterten schauspielerischen Palette, ein bißchen emotionale Achterbahn, dazu die typischen Spässe und ein paar sehr ansehnlichen Oben-Ohne-Szenen. Klimmzüge im T-Shirt sind ja auch einfach uncool. Daneben bleibt natürlich kaum Platz für andere Darsteller. Sein pelziger Hundefreund, eine Schäferhündin stiehlt ihm trotzdem fast die Show. Und Will Smith` Tochter hat eine kleine Rolle. Nachdem sein Sohn Jaden bereits in „Das Streben nach Glück“ als sein Filmsohn an seiner Seite glänzte, durfte diesmal die damals erst die siebenjährige Willow mitspielen , wenn auch nur für wenige Minuten und in einem Film den sie wohl erst in zehn Jahren sehen darf.

 

DER KICK:

Natürlich sieht „I am Legend“ um Welten besser aus als frühere Verfilmungen.

Co-Star neben Will Smith ist dabei einmal seine Schäferhündin, die dem einsamen Überlebenden immerhin ein wenig emotionalen Halt gibt, und andererseits New York. Für die Dreharbeiten wurden ganze Straßenzüge zeitweise gesperrt, zum Ärger der Einwohner. Der Effekt des real menschenleeren Times Square rechtfertigt den Aufwand aber und wirkt einfach viel desolater als ein digital retuschiertes Manhattan. Bei den Horrorgegnern des Robinson von New York wäre dagegen etwas mehr Aufwand, oder aber der Verzicht auf Computereffekte besser gewesen, die Zombie-Vampir-Mutanten wirken für einen Blockbuster der Oberliga nicht überzeugend genug. Und noch ein Wermutstropfen trübt den Filmgenuss. Nach dem beklemmenden, melancholischen Auftakt, geht im fulminanten Finale jeder kritische Ansatz über Bord. Die Endzeitvision, die ja auch zum Nachdenken über die menschliche Zivilisation anregen könnte, wird dann anders als im Buch zum plumpen Actionvehikel mit einer aufdringlich religiösen Botschaft. Erst als er eine höhere Macht anerkennt, findet der Held den Ausweg aus seinem Dilemma. Dabei hätte die Botschaft, dass Hass blind macht und Gewalt nur Leid verursacht allein schon gereicht.

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