Das Vermächtnis des geheimen Buches

Die Familienehre von Historiker und Schatzjäger Ben Gates (Nicholas Cage) steht auf dem Spiel. Sein Konkurrent Mitch Wilkinson (Ed Harris) legt Beweise vor, nach denen Gates Urgroßvater in die Ermordung von Abraham Lincoln verwickelt war. Um den eigenen Urahn zu entlasten muß Gates sich nicht nur mit seiner Ex-Freundin Abigail Chase (Diane Krüger) versöhnen und seinen Assistenten Riley (Justin Bartha) rekrutieren, auch Gates heillos zerstrittene Eltern Patrick Gates (Jon Voight) und Prof Emily Appleton (Helen Mirren) sind dabei. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach den verschollenen Seiten aus dem Tagebuch des Lincoln-Attentäters John Wilkes Booth. Die Spur führt sie nach London in den Buckingham-Palast, zum Eiffelturm in Paris, ins Weisse Haus in Washington und schließlich zu den berühmten Präsidentenköpfen am Mount Rushmore.

 

DIE STARS

„Never change a winning team“. Gegenüber dem ersten Schatzjägerabenteuer „Das Vermächtnis der Tempelritter hat sich an der Besetzung kaum etwas verändert. Das geht los bei Regisseur John Turtletaub („Cool Runnings“, „Phenomenon“) der an der Highschool ein Klassenkamerad von Nicholas Cage war. Angelina Jolies Vater Jon Voight tritt wieder als Patriarch des Schätzsucher-Clans an, neu dabei ist Oscargewinnerin Hellen Mirren („Die Queen“) als seine streitbare Gattin. Diane Krüger mimt wieder die Filmfreundin von Cage und Harvey Keitel schlüpft erneut in die Rolle eines hartnäckigen FBI-Agenten.

Komplettiert wird das Team von Ed Harris als verbissenem Gegenspieler und Bruce Greenwood als charmantem US-Präsidenten, eine Rolle die er schon im Dokudrama „Thirteen Days“ über die Kubakrise übernommen hatte. 

 

DER KICK

Im Amerikanischen heißt Nicholas Cage neues Erfolgsvehikel „National Treasure“. In der Realität fällt der Film zum Glück weniger donnernd patriotisch aus. Und die historische Schnitzeljagd beschränkt sich auch nicht auf die Gründerstaaten der USA. Diesmal wird der Horizont erweitert und die Verbindung der US-Geschichte mit Europa ins Blickfeld gerückt. So kann man auch en passant Sehenswürdigkeiten wie den Buckingham Palast und den Eiffelturm in die weltweite Verfolgungsjagd einbeziehen.

Der Reiz der Filme liegt darin, dass ein bisschen historische Wahrheit mit viel Fantasie gemixt wird. So stehen tatsächlich im Weissen Haus und im Buckinghampalast zwei identische Schreibtische. Und wer weiss schon, ob die nicht tatsächlich geheime Schatzkarten enthalten. Zum Glück nimmt der Film sich selbst keine Minute ernst. Das Vermächtnis des geheimen Buches ist pures Popcorn-Entertainment ohne Tiefgang, aber rasant und witzig genug  um nicht zu langweilen.

 

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