Transformers 

Als ob wir auf der Erde nicht schon genug eigene Probleme hätten. Jetzt müssen auch noch zwei verfeindete Alien-Gruppen ihren Krieg bei uns austragen. Die „Transformers“, riesige Roboter, hinterlassen dabei eine Schneise der Verwüstung. Ein schepperndes Spektakel der Superlative.   

 

DIE STORY

Für den bestandenen Highschool-Abschluß bekommt Sam (Shia La Beouf) von seinem Vater sein erstes Auto spendiert. Zwar keinen neuen Porsche, aber der heruntergekommene Camaro ist immerhin auch eine Art Klassiker. Beulen und Rost sind allerdings nicht die einzigen Macken der Karre. Der Camaro entwickelt ein unheimliches Eigenleben, mischt sich in Sams Liebesleben ein und liebt lange Spritztouren am Abend – gerne auch ohne seinen Fahrer. Als Sam seine eigenwilliges Automobil verfolgt , sieht er wie der Wagen sich in einen riesigen Roboter verwandelt, der Funksignale ins All absetzt: Der Camaro ist eigentlich ein Transformer namens „Bumblebee“, ein außerirdischer Roboter der auf der Erde nach einem wertvollen Artefakt sucht, dem „Allspark“, Grundstein der Roboterzivilisation, der aus jedem Computer eine Kampfmaschine machen kann. Nicht auszudenken, was für ein Chaos die Maschine in einer hochtechnisierten Gesellschaft auslösen könnte, wenn Handys und Getränkeautomaten auf einmal ein Eigenleben führen. Und ausgerechnet Sam hält unwissentlich den entscheidenden Hinweis zum Fundort des Allspark in seinen Händen.

Hinter dem Gerät sind allerdings auch ein paar weniger zivilisierte Roboter her, die „Decepticons“ mit ihrem Anführer „Megatron“. Um ihren heiligen Gral zu finden, zapfen sie die Rechner der US-Armee an und legen dabei auch noch das gesamte Verteidigungsnetz der Vereinigten Staaten lahm.

 

DIE STARS

Zwischen den Riesen aus Stahl und Blech gibt’s tatsächlich noch ein paar echte Menschen.

Vor allem Shia La Beouf, der gerne mit dem jungen Tom Hanks verglichen wird. 

 

Regisseur Michael Bay („Armageddon“, Pearl Harbour“) wollte diesen Film zunächst nicht drehen, weil ihm das Thema kindisch vorkam. Das hatte er allerdings schon einmal gedacht, als es um Indiana Jones ging. Deshalb ließ er sich von Produzent Steven Spielberg überzeugen, der schließlich schon öfter seine Spürnase für Hits bewiesen hat.

 

DER KICK

Eine billige Zeichentrick-Serie aus den 80ern, basierend auf einer Spielzeug-Reihe, wird zum größten Kinohit des Jahres 2007. Und zum schamlosesten Dauerwerbespot. Natürlich wirbt Transformers für die gleichnamige Spielzeug- und Comicserie, aber auch für Autos von General Motors und für die neueste Miltärtechnik und die coolen Abenteuer der US-Armee in der arabischen Wüste.

Kritische Zeitgenossen werden sich fragen , was da noch kommt. „Playmobil-The Movie“ ? Die “Matchbox-Trilogie” ? Man kann sich aber auch einfach amüsieren über ein großes Action-Adventure mit bahnbrechender Tricktechnik im Überfluss.

Die Macher sind stolz darauf, dass die Verwandlung ihrer Roboter in diverse Autos oder Kampfjets  tatsächlich praktisch möglich wäre. So erfüllt angeblich  jedes der 10.000 Teile von Ober-Blechkopf Optimus Prime tatsächlich einen Zweck. Und wo andere Filme ihre Highlights fürs Finale aufsparen, da protzt Transformers gleich von Anfang an, so dass sich im bombastischen Endspurt beim Zuschauer sogar fast schon ein bisschen Erschöpfung breit macht. Abgefedert wird der optische Overkill mit augenzwinkerndem Humor und schamlosen Zitaten von „Herbie“ bis „Knight-Rider“.

Transformers ist eine riesige Zerstörungsorgie die „Independence Day“ alt aussehen lässt und sich dabei trotz einiger pathetischer Sprüche über Heldenmut und Opferbereitschaft selbst nicht all zu ernst nimmt. Wie eine Kreuzung aus „E.T“. und „Armageddon“.

 

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