Stirb langsam 4.0

Bruce Willis alias John McClane ist mal wieder zur falschen Zeit am falschen Ort. Darin ist der toughe New Yorker Cop sich mit seinen Gegnern meist einig. In seinem vierten Kinoabenteuer kommt er einer Bande von High-Tech-Terroristen in die Quere, die den USA per Computer den Saft abdrehen wollen.


DIE STORY:

Eigentlich ist es nur ein Routine-Auftrag: McClane (Bruce Willis) soll den jungen Computerhacker Matt Farrell (Justin Long) zum FBI bringen. Aber die Festnahme artet urplötzlich zur wilden Ballerei aus. Eine hochbewaffnete Bande will den talentierten Programmier um jeden Preis ausschalten.

Denn ihr Boss (Timothy Olyphant) plant gerade einen massiven Anschlag gegen die USA:

Erst fallen nur die Ampeln aus, dann der Flugverkehr und das gesamte Strom- und Kommunikationsnetz: Stück für Stück werden die USA lahmgelegt. Als nächstes sollen persönlichen Daten und Bankkonten gelöscht werden. Die USA wären zurück im 18.Jahrhundert. Und weil Matt den Terroristen unwissentlich bei ihren Plänen geholfen hat, ist er der einzige, der sie stoppen kann. Deshalb werden McClane und sein Schützling pausenlos gejagt. Um sich den hartnäckigen Cop und seinen Begleiter vom Hals zu halten, kidnappen die Täter dann aber McClanes Tochter. Ein schwerer Fehler, denn bei seiner Familie hört für McClane der Spaß auf.


DIE STARS:
Vor zwanzig Jahren wurde er mit „Stirb langsam" zum Weltstar. Seitdem hat Bruce Willis nach Ansicht von Kritikern in vielen Filmen eine auffallend ähnliche Rolle gespielt, etwa in „Sin City" oder zuletzt in „16 Blocks" - den harten aber im Kern guten Kerl. Dabei variiert Bruce Willis durchaus, und nahm sein Image in Komödien wie „Keine halben Sachen" auch gerne auf die Schippe. Nur die Coolness ist ihm offenbar nicht auszutreiben.

Kein Wunder dass sein aktueller Gegner in „Stirb langsam 4.0", Timothy Olyphant daneben blass aussieht. Da macht seine Filmfreundin Maggie Q  schon eine weitaus bessere Figur und darf Bruce Willis sogar vermöbeln. Als Sidekick des Helden fungiert der 29-jährige Justin Long, der sich erste Sporen mit Komödien wie „Trennung mit Hindernissen" und „Dodgeball" verdiente, und dabei immer noch wie Anfang 20 wirkt.

 

DER KICK

Die meiste Action ist hier noch gute alte Handarbeit - mit ein bisschen Computerunterstützung fürs explosive Finale. MacClane verlässt auch gegen High-Tech-Kriminelle lieber auf Fäuste und Knarren - und das Non-Stop, so dass man garantiert nicht zum Nachdenken über mangelnde Logik kommt. Dass Bruce Willis im Internet-Zeitalter wie ein Fossil wirkt ist dabei kein Makel, sondern der besondere Reiz des Films. Willis weiß wie alt er ist und trägt jede Falte und jede graue Bartstoppel mit Stolz.

In Fernduell der zurückgekehrten Actionhelden der 80er Jahre hat Bruce Willis gegen Sylvester Stallone in "John Rambo" und den vierten "Indiana Jones" eindeutig das beste Comeback geliefert.

 

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