Spiderman 3   

Zum drittenmal schwingt sich Peter Parker alias Spiderman durch die Straßenschluchten von New York. In „Spiderman 3" muss er gleich gegen drei Erzschurken antreten - dabei macht ihm sein privates Liebesleben fast genauso viel Ärger.

 

DIE STORY

Anfangs läuft zum erstenmal im Leben von Peter Parker (Tobey MacGuire) alles richtig rund: Spiderman wird von den New Yorkern endlich als Held gefeiert und er ist drauf und dran seiner Freundin Mary-Jane (Kirsten Dunst) einen Antrag zu machen bevor alles in die Brüche geht:

Gleich drei Superschurken wollen Spiderman diesmal ans Trikot:

Der Räuber Flint Marko (Thomas Haden Church) mutiert zum Sandman, Peters Konkurrent Eddie Brock (Topher Grace) wird von einem Weltraum-Parasiten infiziert und wandelt sich zum Oberschurken Venom und sein früherer Freund Harry Osborn (James Franco) tritt als Green Goblin das Erbe seines Vaters (Willem Dafoe) an. Dazu bekommt Spiderman es noch mit seiner eigenen dunklen Seite zu tun und verwandelt sich zeitweise in einen eitlen, rachsüchtigen Egoisten.

 

DIE STARS:

Für Toby MacGuire und Kirsten Dunst ist dies wohl das letzte Spidermanabenteuer. Beide hatten ein Comeback in einem vierten Film nicht ausgeschlossen aber inzwischen wird ohne sie geplant. Im Gespräch ist ein völliger Neustart der Marke. Auch Sam Raimi wird nicht dabei sein, er arbeitet derzeit an der PC-Spielverfilmung "Warcraft".

 

DER KICK:
Mit angeblich bis zu 300 Millionen Dollar wäre Spiderman 3 der teuerste Film aller Zeiten - wenn es stimmt. Aber immerhin spielten die ersten beiden Filme auch rund eineinhalb Milliarden Dollar ein. Natürlich sind die Tricks auf dem neusten Stand, manchmal verliert man bei der turbulenten Action allerdings auch den Überblick, und einiges wirkt auch wie schon mal gesehen. Aber diesmal wollte Regisseur Sam Raimi wohl etwas zu viel. Der Film verheddert sich im Netz zahlreicher Nebenhandlungen. Peters Freundin M.J. macht am Broadway Karriere (inklusive mehrerer Gesangseinlagen ) Peter streitet sich mit seinem Freund Harry, verträgt sich, streitet sich wieder und verträgt sich wieder und natürlich müssen auch die Gegner von Spiderman zumindest ansatzweise vorgestellt werden. (Was mitunter trotzdem sehr knapp ausfällt) . Spiderman 3 hat zwar immer noch Humor, Romantik und Action in Fülle, aber auch eine Überdosis Pathos und ein paar Längen. Dafür traf die Botschaft vom moralischen Niedergang eines bislang makellosen Vorbilds natürlich gerade in den USA im Jahr 2007 den Nerv der Zeit . Aber die in den erstenn Filmen elegante Mischung aus Spektakel, Humor und Moral stimmt diesmal nicht. Immer wieder wird über Freundschaft, Verantwortung und Vergebung philosophiert und der Film liefert gleich gefühlte fünf Enden - ähnlich wie das Finale von „Der Herr der Ringe". Weniger wäre mehr gewesen.

 

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