Operation Kingdom 

Terroristen verüben einen  Anschlag auf eine amerikanische Wohnanlage in Saudi-Arabien. Die US-Behörden trauen den örtlichen Ermittlern nicht und nachdem ein bisschen Druck gemacht wurde, erteilen die Saudis einem Team von FBI-Experten die Einreisegenehmigung. Das Team von Agent Fleury hat fünf Tage, um die Drahtzieher ausfindig zu machen. Die Untersuchung entpuppt sich allerdings als extrem schwierig. Die Amerikaner müssen sich an eine völlig fremde Kultur gewöhnen, mit einem völlig anderen Umgang der Menschen. Die Amerikanern stoßen auf eine Mauer des Schweigens, die aus Misstrauen, Stolz und Angst vor der eigenen Obrigkeit besteht. Das wird dadurch nicht einfacher, dass das FBI-Team mit Janet Meyes auch eine Frau dabei hat. Die Amerikaner müssen sich Respekt und Vertrauen erst erarbeiten und neue Verbündete finden.

 

DER KICK

Operation Kingdom beginnt mit einem interessanten Vortrag über die amerikanisch-saudischen Beziehungen, die auch Michael Moore in Fahrenheit 9/11 untersucht hat.

Darauf folgt ein gewaltiger Knall und die überaus realistische Darstellung eines verheerenden Terroranschlags.

Anschließend wird der Film zu einer detektivischen Schnitzeljagd als währe es die Pilotsendung von „C.S.I. Riad“, mit leichten Anleihen bei Politdramen wie „Syriana“, um dann in ein explosives Action-Finale á la „Black Hawk Down“ zu münden.

Operation Kingdom ist ein Film, der die Erwartungen mehr als einmal überrascht und immer wieder in eine andere Richtung läuft.

Andererseits ist er aber auch sehr amerikanisch. Natürlich sind die US-Ermittler allen Gegnern und Verbündeten weit überlegen, sei es am Mikroskop oder mit dem MG, während kompetente oder auch nur vertrauenswürdige Araber die Ausnahme sind.  

Die wenigen US-kritischen Töne gehen in Nebensätzen unter.

Operation Kingdom ist spannende Unterhaltung vor aktuellem Hintergrund, formal exzellent, inhaltlich aber nur Standard.

 

Logo