Oceans 13 

Danny Oceans (George Clooney) Gaunerbande ist zurück in Las Vegas. Diesmal bekommen sie es mit einem besonders hinterhältigen Gegner zu tun. Casinoboss Bank (Al Pacino) hat ihrem Kumpel Reuben (Eliott Gould) den letzten Penny aus der Tasche gezogen. Das schreit nach Rache. 

 

Bank soll seine eigene Medizin schmecken. Oceans Crew will den machthungrigen Finanzhai und sein nagelneues Casino ruinieren. Allerdings wollen sie diesmal nicht den Tresor ausräumen, sondern gleich die Bank sprengen. Sämtliche Roulette und Blackjack-Tisch und einarmigen Banditen sollen so manipuliert werden, dass die Besucher gewinnen – dafür muss allerdings das Computergehirn des Casinokomplexes lahmgelegt werden und selbst dann bleibt für den Coup nur ein winziges Zeitfenster. Nach einigen Rückschlägen muss die Bande außerdem noch ihren bisherigen Feind Benedict (Andy Garcia) als Helfer an Bord nehmen. Der will zum Glück nur zu gerne seinem ungeliebten Konkurrenten eins auswischen. Im Gegenzug fordert er allerdings, das Danny Ocean und seine Gang auch Banks wertvolle und natürlich bestens gesicherte Diamantensammlung einkassieren. Dadurch hat selbst das auf 13 Köpfe angewachsene Team alle Hände voll zu tun. 

 

DIE STARS

Auch diesmal sind George Clooney, Brad Pitt und Matt Damon die Schwerkraftzentren des Films, um die sich alles dreht, und die mühelos jede Szene beleben. Dabei halten sich Clooney und Pitt diesmal auffallend aus dem aktiven Geschäft heraus. Stattdessen spielt Matt Damon als immer noch profilneurotischer Linus Caldwell einen deutlich größere Rolle, zum Leidwesen seiner Fans allerdings in einer der hässlichsten Verkleidungen der Filmgeschichte. Catherine Zeta-Jones und Julia Roberts glänzen diesmal durch Abwesenheit, stattdessen ist vor allem Al Pacino als ungekrönter Herrscher von Las Vegas dabei, sowie Ellen Barkin als seine rechte Hand in ihrer ersten größeren Rolle seit Jahren, nach ihrer Scheidung vom Milliardär Ron Perelman.

 

DER KICK

Brad Pitt und George Clooney muten ihren Fans einiges zu. Filme wie Babel oder The Good German waren zwar immer oscarwürdig – aber keine Publikumsrenner. Oceans 13 beendete die Durststrecke und dabei hatten die Stars beim Dreh auch noch sichtbar viel Spaß.

Nach der reichlich konfusen Geschichte von Oceans Twelve behält man diesmal viel leichter den Überblick. Fast ein bisschen zu leicht, die Story wird routiniert abgespult.

Überraschende Wendungen sind rar, und vieles gelingt den sympathischen Gangstern zu einfach, ohne dass die Macher sich um eine Erklärung bemühen. Man muss wohl schlicht akzeptieren, dass Oceans 13 die Superhelden von Las Vegas sind. Spannung kommt so leider nicht auf. Geblieben ist der coole 60s-Soundtrack, und die lakonische, selbstironische Atmosphäre. Oceans 13 ist kein sonderlich cleverer Krimi aber dafür ein glamouröses Gute-Laune-Movie mit Starbesetzung. 

 

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