Nach 7 Tagen - Ausgeflittert

Hals über Kopf heiratet Eddie seine Flamme Lila. Vielleicht ein bißchen überstürzt, denn in den Flitterwochen entpuppt sich die Angetraute als pure Nervensäge. Ausgerechnet jetzt trifft Eddie mit Miranda seine eigentliche Traumfrau – oder hat er nur kalte Füsse ? 

 

DIE STORY

Auf der Hochzeit seiner Ex-Freundin überkommt Eddie Cantrow (Ben Stiller) ein wenig Torschlußpanik. Weil er sich nicht zum Antrag durchringen konnte, ist er immer noch Single. Als ihn die hübsche Lila (Malin Akerman) aus seiner Depression reisst, entschließt er sich, denselben Fehler nicht zu wiederholen, obwohl er sie erst ein paar Wochen kennt und obwohl sie Sex vor der Ehe ablehnt. Bevor auch Lila sich aus seinem Leben verabschiedet, hält er um ihre Hand an und kurz darauf gehts auch schon in die Flitterwochen nach Mexiko. Aber schon auf der Fahrt dorthin entwickelt Lila ein paar höchst unangenehme Charakterzüge. Dass sie bei jedem Lied im Radio erbarmungslos mitträllert ist da noch das geringste Problem.

Im Bett entpuppt sich die vermeintliche prüde Braut als brutale Domina und im Alltag als naives Dummchen.

Als sie sich einen massiven Sonnenbrand einfängt, bekommt Eddie eine dringend benötigte Ruhepause. Und er lernt die rundum nette Miranda (Michelle Monaghan) kennen.

Aus verständlichen Gründen dürfen die beiden Frauen natürlich nichts voneinander erfahren. 


DIE STARS

Ben Stiller hat zusammen mit den Farrelly-Brüdern schon den Komödien-Hit

„Verrückt nach Mary“ ausgeheckt. In diesem Remake der Komödie „Pferdewechsel in der Hochzeichtsnacht“ von 1972 macht zusätzlich sein Vater Jerry Stiller mit, der hierzulande vor allem durch die Sitcom „King of Queens“ bekannt wurde und in „Ausgeflittert“ passenderweise Eddies Vater spielt. Seine nervenaufreibende Angetraute spielt die Newcomerin Malin Akerman, die ein erstaunliche Ähnlichkeit zu Ben Stillers früherer Komödien-Partnerin Cameron Diaz („Verrückt nach Mary“) hat. Die sympathische Traumfrau in spe wird von Michelle Monaghan verkörpert, die neben Tom Cruise in „Mission Impossible 3“ und neben Matt Damon in „Die Bourne Verschwörung“ zu sehen war.

 

DER KICK

Fast zehn Jahre hat es gedauert , das Erfolgsteam des Komödien-Hits „Verückt nach Mary“ (weitgehend) wiederzuvereinen. Die Farrelly Brüder und Ben Stiller hatten in der Zwischenzeit aber auch getrennt von einander Erfolg mit Komödien, die verstärkt auf derben Humor auch unter der Gürtellinie setzen. Das Erfolgsrezept wird deshalb natürlich auch in „Nach 7 Tagen – Ausgeflittert“ nicht geändert und Fans aus beiden Lagern werden sich sofort wohlfühlen.

Fast kommt man sich vor wie in einer Fortsetzung von „Verrückt nach Mary“. Waren dort noch Witze über eingeklemmte Geschlechtsorgane und Sperma als Haargel die anstößigen Highlights, so sind es hier üppig wuchernde Intimbehaarung und die Heilwirkung von Urin.

Auch Ben Stiller muss nicht von seiner inzwischen patentierten Rolle des sympathischen Schussels abweichen. Nur wer hinter den Slapstick-Humor schaut, dem fällt auf, dass der wankelmütige Eddie eigentlich ein ziemlich feiger Schuft ist und kein tragischer Held.

Ob Frauen den heimlichen Partnertausch genauso witzig finden wie Männer, darf deshalb bezweifelt werden.   

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