Hände weg von Mississippi 

Emma verbringt die Sommerferien bei ihrer Oma auf dem Land. Der herrliche Urlaub wird aber massiv gestört durch einen gierigen Geschäftemacher, der Emmas Lieblingspferd zum Schlachter schicken will. „Hände weg von Mississippi“ lautet die Parole. 

 

DIE STORY

Wie jeden Sommer wird die zehnjährige Emma (Zoe Mannhardt) zu ihrer Oma Dolly (Katharina Thalbach)  in ein verschlafenes Dorf in Mecklenburg geschickt. Endlose Tage mit viel Sonne und voller Abenteuer mit ihren Freunden und dem innig geliebten Pferd „Mississippi“ liegen vor ihr – glaubt sie. Aber leider ist kurz zuvor der Eigentümer von „Mississippi“ der alte Klipperbusch gestorben. Der neue Besitzer, sein Neffe Gansmann (Christoph-Maria Herbst) hat aber keine Verwendung für das Pferd und will es an den Schlachter verscherbeln. Zum Glück greift Oma Dolly ein kauft Mississippi und schenkt Emma das Pferd. Ende gut alles gut, könnte man meinen – aber auf einmal will Gansmann das Pferd um jeden Preis zurück. Dabei schreckt er auch vor Hinterhältigkeiten wie Betrug und Hunde-Kidnapping nicht zurück. Was hat Gansmann vor ? Und kann Emma ihn mit ihren Freunden stoppen ?

 

DIE STARS
Neben dem Pferd Mississippi, dass sicherheitshalber mehrere Doubles hatte, lastet ein Großteil der Verantwortung auf der damals gerade neunjährigen Zoe Mannhardt, die die Aufgabe aber mit Bravour und Charme meistert. Der Rest der Besetzung reicht von Schauspielgrößen wie Katharina Thalbach bis zu Comedy-As Christoph Maria Herbst, der allmählich in Gefahr gerät, dass das Publikum sich durch seine Präsenz in zu vielen Filmen langsam satt sieht. Daneben lässt sich auch Detlev Buck selbst einen Gastauftritt nicht nehmen, und schlüpft dafür wieder einmal in Uniform, diesmal als Dorfpolizist. Außerdem ist Ohnsorg-Legende Heidi Kabel hier in einer kleinen Rolle zum allerletzten Mal auf der Leinwand zu sehen.


DER KICK

Grundlage des Films ist das gleichnamige Buch von Bestsellerautorin Cornelia Funke ("Tintenherz"). „Hände weg von Mississippi“ wirkt manchmal wie ein Kinderfilm aus der Vergangenheit. Eine leicht idealisierte und sentimentale Erinnerung an lange Sommerferien in der Natur mit vielen Abenteuern, wie Kinder sie heute vielleicht gar nicht mehr erleben können. Für die malerischen Bilder sorgt das Biosphärenreservat Schaalsee, das abseits der touristischen Brennpunkte in Mecklenburg-Vorpommern wirkt als ob dort die Zeit stehen geblieben wäre. Aber es wäre kein Buck-Film, wenn nicht auch ein paar Probleme der modernen Welt in diese Idylle einbrechen. Aufgewachsen auf einem Bauernhof bei Bad Segeberg hat er schon etliche Filme über das Landleben gemacht – mit Ironie und Liebe.  „Hände weg von Mississippi“ erinnert an klassische Kinderbücher und –filme wie „Tom Sawyer“, oder „Wir Kinder von Bullerbü“. Erwachsene mit einem Faible für Nostalgie werden das genießen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich heutige Kinder auch dafür begeistern und vom Computer und der Glotze weglocken lassen.

 

 

 

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