Fluch der Karibik 3

Quer über die sieben Weltmeere und darüber hinaus führt Fluch der Karibik 3 die bewährte Piraten-Crew um Johnny Depp, Orlando Bloom und Kiera Knightley.

In Teil 4 der derzeit vorbereitet wird, sollen Bloom und Knightley allerdings nicht mehr vorkommen.

 

DIE STORY

Die britische Ost-Indien-Kompanie macht mobil gegen die Piraten. Ihr Statthalter Lord Beckett (Tom Hollander) hat dazu sogar den tintenfischgesichtigen Davy Jones und dessen verwunschene Crew auf seine Seite gezwungen, der mit seinem Fliegenden Holländer einen Freibeuter nach dem anderen auf den Grund des Meeres schickt. Es sieht düster aus für die Gesetzlosen.

Die Piraten rüsten sich zum letzten Aufgebot. Für die Vollversammlung fehlt allerdings noch Jack Sparrow (Johnny Depp). Der schmort allerdings im Jenseits vor sich hin, seit ihn (in Teil 2) eine Riesenkrake verschluckt hat. Also machen sich seine Freunde Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Kiera Knightley) und seine Feinde Barbossa (Geoffrey Rush) und Sao Feng (Chow Yun Fat) gemeinsam auf die Suche. Und siehe da - die Erde ist offenbar doch eine Scheibe, denn am Ende der Welt geht's über einen riesigen Wasserfall in die Unterwelt.

Dort hat Jack mittlerweile noch ein bisschen mehr den Verstand verloren, kein Wunder wenn man nur sich selbst als Gesellschaft hat.

Zurück im „normalen" 18. Jahrhundert muss die zerstrittene Crew jetzt nur noch vermeiden sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen, das Hauptquartier aller Schurken auf der Schiffbruchinsel finden, die schlimmsten Piraten aller sieben Weltmeere vereinen, eine Meeresgöttin befreien und sich der entscheidenden Schlacht stellen, einem apokalyptischem Showdown.

 

DIE STARS

Alle Lieblinge der ersten Filme sind wieder mit dabei, von Johnny Depp, Orlando Bloom und Kiera Knightley bis zur kleinsten Nebenrolle. Geoffrey Rush, als Käptn Barbossa im ersten Film noch Erzfeind ist diesmal als frisch von den Toten Auferstandener ein bisschen umgänglicher. Neu an Bord sind Asiens Superstar Chow-Yun Fat als Shanghais Piratenboss Sao Feng und Rolling-Stones-Knittergesicht Keith Richards spielt den Zeremonienmeister der Piraten. Ein kleine Rolle, aber ein absolutes Highlight. Schließlich war Richards auch Johnny Depps Vorbild für Käptn Sparrow - und wahrscheinlich der Darsteller, der am wenigsten Make-Up brauchte.

 

DER KICK

Die prächtigen Kostüme und Kulissen erinnern an klassische Piratenabenteuer, der Rest ist pure Fantasie und eine Breitseite an Computertricks. Dabei ist Fluch der Karibik 3 anfangs eher storylastig, wir erfahren endlich ob sich Elizabeth für ihre Jugendliebe Will oder den Abenteurer Jack entscheidet und wir treffen auf Jacks Vater. Das Finale sprengt dann alle Erwartungen an bombastisches Popcornkino und liefert eine Überraschung, die die Tür für Fortsetzungen weit aufstösst. Aber das Finale der Piratentrilogie ist nicht nur prall gefüllt mit Kämpfen, Witzen und überdrehter Action sondern auch düsterer als die ersten beiden Filme. So ist der Eröffnungsszene mit einer Massenhinrichtung für kleine Kinder völlig ungeeignet und für Disney auch völlig untypisch. Aber angesichts der enormen Einnahmen war der Blick wohl leicht getrübt. Da fiel dem Konzern auch nicht auf, das der Erzfeind des Films, die Ost-Indien-Kompanie wohl nicht zufällig an moderne Weltkonzerne erinnert. So gibt's paradoxerweise tatsächlich ein bisschen Globalisierungskritik im in diesem pompösen Megablockbuster.

 

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