Die Vorahnung

Das Familienglück von Linda Hanson wird von einem Moment zum anderen zerstört, als ihr ein Polizist den Tod ihres Mannes Jim (Julian McMahon) mitteilt. Nach ersten Zweifeln fügt sie sich in das offenbar Unabänderbare. Immerhin hat sie ihre Mutter und ihre beiden Kinder als Stütze in der Not.

Als sie am nächsten Morgen aufwacht, glaubt sie zunächst ihren Augen nicht, als ihr totgeglaubter Mann unversehrt in der Küche sitzt, als wäre nichts passiert. War alles nur ein sehr realistischer Albtraum ? Der Schreck sitzt ihr auf alle Fälle noch eine Weile in den Gliedern.

Und das soll sich noch verstärken. Denn am nächsten Morgen wartet bereits die gesamte Verwandtschaft im Wohnzimmer zur Beerdigung von Jim.

Linda ist nun komplett verwirrt. Sie beginnt, am eigenen Verstand zu zweifeln. Und gleichzeitig versucht sie, dem merkwürdigen Chaos in ihrem Leben auf den Grund zu gehen. 

 

DIE STARS:

Während viele Hollywood-Stars wie Tom Cruise oder Matt Damon inzwischen auch Filme in Deutschland drehen, holt Sandra Bullock sich lieber Deutschland in die USA. Der Regisseur Mennan Yapo wurde in München geboren, und sowohl der Kameramann Thorsten Lippstock als auch der Komponist Klaus Badelt sind Deutsche. So konnte Sandra Bullock beim Dreh ihre Sprachkenntnisse auffrischen.

Als Tochter einer deutschen Opern-Sängerin spricht sie auch heute noch fließend deutsch und besitzt ein original-bayerisches Bauernhaus in Texas.

Ihr Co-Star, der Australier Julian McMahon wurde auch bei uns durch die Schönheitschirurgen-Serie Nip/Tuck einigermaßen bekannt, außerdem spielte er in den Comic-Verfilmungen der „Fantastic Four“ den Erzschurken „Dr.Doom“.

 

DER KICK:

Wie bei vielen Filmen, in denen das bekannte Zeitgefüge durcheinander gerät, ist auch „Die Vorahnung“ nicht bis ins letzte Detail schlüssig. Wer logische Fehler sucht, wird sie finden. Als Psychothriller ist dieses Drama aber äußerst wirksam und erfrischend anders als übliche Hollywood-Reißer des Genres. Sandra Bullock spielt eine Frau, deren gewohntes Umfeld immer mehr aus der Bahn zu geraten scheint. Und auch wenn sie dem Phänomen auf den Grund geht, wird sie nicht zur Actionheldin, sondern bleibt ein normaler Mensch, traumatisiert und verunsichert. Als Zuschauer fragt man sich unweigerlich , wie würde ich reagieren, wenn ihm mir nicht sicher bin, ob ich meinem Verstand trauen kann, und wenn ich Dinge erlebe, die ich selbst engsten Freunden nicht erzählen würde. „Die Vorahnung“ setzt deshalb erfreulicherweise weniger auf vordergründige Action und Schockeffekte, sondern auf schleichenden Psychohorror.

 

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