Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford 

1882 ist Jesse James der meistgesuchte Mann im Wilden Westen. Gefürchtet von den einen, bewundert von anderen und offenbar nicht zu fangen.

 

DIE STORY

Für Robert Ford (Casey Affleck) wird ein Kindheitstraum war, als er in die Gang von Jesse James (Brad Pitt) aufgenommen wird. Er ist mit den wilden Geschichten über den gefährlichsten Mann des Wilden Westens großgeworden , auch wenn die angeblichen Abenteuer in Groschenheften meist reine Erfindung sind. In Wahrheit hat die Bande ihre besten Zeiten schon hinter sich und zerstreut sich nach einem letzten Zugüberfall in alle Windrichtungen. Robert weicht Jesse allerdings nicht von der Seite. Die bedingungslose Bewunderung des Nachwuchs-Outlaws gefällt dem erfahrenen Gangster, so dass er den Jungen bei sich behält.

So lernt Robert aber auch eine andere Seite des gesuchten Bankräubers und Mörders kennen. Jesse James ist gerissen, unberechenbar und gnadenlos. Durch das enorme Kopfgeld , dass auf ihn ausgesetzt wurde, leidet Jesse immer mehr unter Mißtrauen bis hin zur Paranoia. Überall wittert er Feinde, selbst unter seinen früheren Bandenmitgliedern. Jedes Anzeichen von Verrat wird von ihm eiskalt bestraft. Trotzdem trifft sich Robert Ford heimlich mit einem ihrer Verfolger. Als mehrere seiner Komplizen verhaftet werden, ahnt James, dass sich die Schlinge um ihn zuzieht. Und auch Robert Ford weiß, dass sein Leben jeden Moment zuende sein könnte. 

 

DIE STARS

Beide wuchsen im US-Bundesstaat Missouri auf, beide legen großen Wert auf ihre Familienleben und ihre Kinder, bei sind Stars und Opfer des Klatschpresse. Eine ganze Reihe von Gemeinsamkeiten zwischen Leinwandikone Brad Pitt und Westernlegende Jesse James.

Und Grund genug für den Schauspieler, in dieser ambitionierten Western-Moritat mitzuspielen, die er mit seiner eigenen Firma auch mitproduziert hat. Dabei hat Pitt mit seinem Superstar-Status den Filmemachern, besonders dem unerfahrenen Regisseur eine sonst ungewöhnliche kreative Freiheit verschafft.

 

DER KICK

„Die Ermordung des Jesse James durch den Fiegling Robert Ford“ erzählt von einer ungewöhnlichen, komplizierten Männerfreundschaft. Kein klassischer Western, sondern ein vielschichtiges Charakterdrama mit hohem Bleigehalt. Bei der Austattung wurde höchster Wert auf authentische Requisiten gelegt, selbst originale Revolver aus dem 19.Jahrhundert wurden restauriert, und auch wenn man es auf der Leinwand nie sieht hatte Brad Pitt wie der echte Jesse James ständig einen Ring mit seinem Namen in der Tasche. Für Westernromantik ist in so einem Film kein Platz, stattdessen gibt es einen ungeschminkten Blick auf das öde harte Leben in verschneiten Wäldern und zugigen Bruchbuden. Für den Glanz sorgen allein die Schauspieler. Die ruhigen langen Kameraeinstellungen scheinen wie für Oscar-Juroren gemacht. Auf ein Millionenpublikum verzichtet der Film dagegen. Und mit Filmikone Brad Pitt wurde tatsächlich der perfekte Darsteller gefunden, der mit einer Mischung aus Coolness, Charisma und ein wenig Irrsinn die Westernikone Jesse James verkörpert, ohne den Mythos komplett zu zerlegen.

 

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