Der gute Hirte

1961 versucht die CIA mit einem Geheimeinsatz Fidel Castros Herrschaft über Kuba zu beenden. Die Operation wird für den Geheimdienst ein blutiges Debakel.

Irgendwo in der Organisation muss es eine undichte Stelle geben. Als Chef der Spionageabehr muss Edward Wilson (Matt Damon) den Verräter finden. Und kaum einer kennt den Apparat der CIA so gut wie er.

Durch seine Familie und sein Studium in Yale gehört er zur Elite der USA und zum mächtigen Geheimbund „Skull & Bones“ aus dem die meisten der ursprünglichen CIA-Mitglieder kommen. 1939 arbeiten sie für den CIA-Vorläufer, die O.S.S. und arbeiten noch quasi als Junior-Partner des britischen Secret Service gegen die Nazis.

Nach dem Krieg wird die Sowjetunion zum neuen Feindbild. Der kühle, hochintelligente Analytiker Wilson wird zum wichtigsten Angelpunkt im Kampf gegen den KGB. Aber der berufliche Erfolg hat seinen Preis. Er sieht seine Familie kaum und selbst dann hüllt er sich in Schweigen über seine Arbeit.

Seine Frau (Angelina Jolie) und sein Sohn entfremden sich deshalb immer mehr von ihm. Agenten leben einsam.

 

DER KICK

Mit großem Aufwand hat de Niro für das fast dreistündige Epos verschiedene Epochen von den 30ern bis zu den 60ern nachgebildet. Wer einen mitreißenden Spionagethriller erwartet wird aber enttäuscht. Die einzelnen Komponenten, von geheimen Passwörtern, konspirativen Treffen bis zu Auftragsmorden sind zwar da, aber Spannung kommt nur selten auf. Matt Damon spielt den bürokratischen Geheimniskrämer völlig ausdruckslos, was bei der langen Laufzeit des Films schlicht ermüdet. Zudem scheint er in den 30 Jahren, die der Film abdeckt kaum zu altern, so dass sein Filmsohn am Ende fast genauso alt aussieht wie er. Angelina Jolie ist als elitäre Hausfrau der 50er Jahre schlicht fehlbesetzt. Auch Martina Gedeck kann in ihrer kleinen Nebenrolle nicht glänzen, ihre Affäre mit Wilson wirkt reichlich unglaubwürdig.

 

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