Blood Diamond 

Ex-Söldner Danny Archer (Leonardo diCaprio) schlägt sich als Geschäftemacher im Bürgerkriegsland Sierra Leone durch. Seine Haupteinnahmequelle ist der Schmuggel von Diamanten. Denn offiziell dürfen die Edelsteine nicht verkauft werden, sie gelten als Blutdiamanten, mit denen die Kriegsparteien sich finanzieren.

Als Danny von einem riesigen Diamanten erfährt, den ein versklavter Arbeiter versteckt haben soll, sieht er darin eine Chance sich auf einen Schlag zu sanieren und aus der riskanten Branche auszusteigen.

Solomon Vandy (Djimon Hounsou), ein einfacher Fischer will dagegen nur seine Familie wiederfinden, die im Krieg in alle Richtungen zerstreut wurde. Danny bietet seine Hilfe an, denn er weiß, wie man auch abseits der offiziellen Wege an Informationen, Ausrüstung und Papiere kommt. Obwohl keiner dem anderen traut, müssen sie sich aufeinander verlassen. Gemeinsam finden sie tatsächlich Solomons Frau und Tochter in einem Flüchtlingslager. Sein Sohn wurde jedoch von Rebellen verschleppt und zum Kindersoldaten gedrillt. So machen die beiden sich wieder auf ins Bürgerkriegsgebiet, um Solomons Sohn und den Diamanten zu holen.

 

DIE STARS

Die Rolle in „Blood Diamond“ brachte Leonardo die Caprio seine dritte Oscarnominierung ein. Auch sein Co-Star Djimon Hounsou, bekannt aus “Gladiator” und “Amistad” war als bester Nebendarsteller nominiert.

 

DER KICK

„Blood Diamond“ ist ein packender, harter Action-Film mit politischem Anspruch, kein Popcorn-Kino mit Safari-Romantik. Während die beiden Hauptfiguren zwischen marodierenden Rebellen und Söldner ums Überleben kämpfen, werden auch die Greuel des Bürgerkriegs wie Willkür, Massaker, Flüchtlingselend und Kindersoldaten angesprochen. Sierra Leone, wo der Film spielt, steht dabei stellvertretend für viele afrikanische Konfliktherde. Regisseur Edward Zwick („Der letzte Samurai“, Legenden der Leidenschaft“) findet dafür faszinierende Bilder jenseits von Postkartenkitsch, ob im Sklavencamp der Diamantensucher, in Flüchtlingslagern oder niedergebrannten Dörfern. Da sind auch knapp zweieinhalb Stunden Filmdauer nicht zu lang.

 

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