Beim ersten Mal

Ein One-Night-Stand zwischen Karriere-Frau Alison und Lebenskünstler Ben führt zu unterwarteten Spätfolgen. Obwohl sie sich eigentlich kaum kennen wollen die Schöne und das Biest die Herausforderung der Schwangerschaft gemeinsam meisten.

 

DIE STORY

Gerade wurde Alison (Katherine Heigl) von der TV-Assistentin zur Moderatorin befördert. Das feiert sie angemessen mit ihrer älteren Schwester (Leslie Mann) in einem angesagten Club. Dort trifft sie auf den leicht verlotterten aber unterhaltsamen Ben (Seth Rogen) und landet schließlich nach etlichen Drinks mit ihm in der Kiste. Nach einem eher ernüchternden Wiedersehen am nächsten Morgen gehen sich beide in gegenseitigem Einvernehmen aus dem Weg. Aber acht Wochen später stellt Alison fest dass sie schwanger ist und informiert prompt auch Ben über seine bevorstehenden Vaterfreuden.

Auch wenn ein Kind eigentlich nicht in ihre Karriereplanung passt, beschließt sie das Baby zu behalten. Bens Lebensplanung war auch nicht auf ein Kind ausgerichtet - allerdings auch sonst auf nichts. Ohne Job und ohne Geld lebt er in einer WG mit seinen dauerbekifften Freunden und arbeitet an einer Webseite, die Nacktszenen von Filmstars auflistet. Trotzdem erklärt Ben sich bereit, Alison zu unterstützen. Gemeinsam suchen sie einen Gynäkologen, kaufen Babywäsche und testen, wie Sex in der Schwangerschaft funktioniert.

Dabei werden allerdings auch die Unterschiede zwischen den beiden immer deutlicher. Alison fragt sich zunehmend, ob Ben tatsächlich der Richtige für die Vaterrolle ist - und Ben geht es genauso.

 

DIE STARS:

Katherine Heigl kennen TV-Zuschauer aus der Ärzte-Serie „Grey Anatomy", Seth Rogen konnte man schon im Komödien-Hit „Jungfrau, 40, männlich sucht" in einer Nebenrolle sehen, der ebenfalls von Regisseur Judd Apatow stammt. Außerdem hat Apatow noch seine Frau Leslie Mann und seine Tochter Iris Apatow mit Rollen versorgt. In Nebenrollen sind außerdem Alan Tudyk aus der britischen Urfassung von „Sterben für Anfänger", Regisseur und Ex-Ghostbuster Harold Ramis sowie Steve Carell („Evan Allmächtig") zu sehen.

 

DER KICK

Ein One-Night-Stand führt zu einer Schwangerschaft - Das ist die simple Grundidee der in den USA megaerfolgreichen Sommerkomödie „Beim ersten Mal". Statt auf Stars und Special Effects wird hier auf zwischenmenschliche Probleme und derben Humor unter der Gürtellinie gesetzt. Einige Kritiker in den USA meinten zu Recht, dieser Film werfe die Emanzipation um Jahrzehnte zurück. Angesichts des freizügigen Umgangs mit Körperöffnungen, Pornostars und diversen Drogen ist die Moral des Films überraschend konservativ und propagiert die gute altmodische Ehe als allein seligmachendes Familienmodell.
Im echten Leben würden die Karrierefrau Alison und der pummelige Kiffer Ben wohl nicht zusammen in der Kiste landen. Und spätestens beim zweiten Hinschauen würde sie diesen Loser in die Wüste schicken, nicht nur aufgrund optischer Unzulänglichkeiten, sondern weil er sich als unreifer Grobian entpuppt und sie wegen der Schwangerschaft auch noch anpöbelt.

Aber hier sind die beiden - Hollywood sei Dank - ruck-zuck ein Paar.

Ein bißchen Platz für Romantik findet sich bei über 2 Stunden Laufzeit zwar auch, aber Liebe ist hier doch eher eine Randerscheinung. „Beim ersten Mal" ist keine süße Romanze sondern eine derbe, mit allerlei Zoten angereicherte Fortsetzung von College-Komödien wie „American Pie", die uns auch eine gynäkologisch detaillierte Geburtsszene nicht erspart.Dazu kommt ein ein völlig unglaubwürdiges Paar und ein ebenso hanebüchener Handlungsverlauf.

 

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