300

Perserkönig Xerxes will Griechenland mit einem gigantischen Heer unterwerfen.

Spartas Herrscher Leonidas stellt sich ihm entgegen – mit gerade einmal 300 Mann.

 

DIE STORY

Die Kultur Spartas ist von gnadenloser Auslese und endlosen Kämpfen bestimmt. Ein Junge wird entweder Krieger – oder er stirbt. Das brutale System formt aus den Spartanern eine effektive Kampfmaschine, in der einer für den anderen einsteht, perfekt eingespielt, stolz bis zur Arroganz und mit dem Tod auf dem Schlachtfeld als höchstem Ideal. Auch König Leonidas hat die raue Mischung aus Drill, Entbehrung und Disziplin durchgemacht. Als ein Gesandter des Perserkönigs Spartas Unterwerfung fordert, reagiert Leonidas empört. Aber weil die Perser die Wächter des griechischen Orakels bestechen, kann die Armee Spartas nicht in den Krieg ziehen. Deshalb sammelt Leonidas 300 seiner besten Männer, um die massive Armee von Xerxes aufzuhalten. Am Engpass der Thermopylen kommt es zum Kampf, zwischen dem Sklavenheer der Perser und den todesverachtenden  Spartanern. 

 

DIE STARS

Als Gerard Butler für "300" verpflichtet wurde, war er noch kein Star. Große Namen hätten auch nur von der außergewöhnlichen Optik und Dramatik des Films abgelenkt. Aber die verpflichteten Darsteller können auch auf eine lange Erfahrung mit Filmhits verweisen. So war Butler etwa in „Tomb Raider – Die Wiege des Lebens“ und „Das Phantom der Oper“ dabei, Lena Headey  konnte man in „Eine Hochzeit zu dritt“ und „Brothers Grimm“ sehen, und David Wenham in „Der Herr der Ringe“. Regisseur Zack Snyder hat sich mit dem Remake des Horrorklassikers „Die Nacht der lebenden Toten“ einen Namen gemacht, war bislang aber vor allem ein mehrfach ausgezeichneter Werbeclip- und Musikvideo-Regisseur.

 

DER KICK

In diesem Film werden nicht nur zahllose Feinde zerhackt. "300" hat auch die Zuschauer gespalten. Für die einen ein optisch überwältigendes Action-Spektakel mit einzigartigem Stil, für die anderen ein pathetisches Machomachwerk mit bedenklicher Leni-Riefenstahl-Optik, dass die faszinierende aber zweifelhafte Krieger-Kultur der Spartaner glorifiziert. Regisseur Zack Snyder wollte dagegen nach eigener Aussage nur ein „sexy Action-Movie“ drehen und ist erstaunt über die zahlreichen Interpretationsversuche.

Frank Millers Comic-Vorlage bricht völlig mit dem gewohnten Bild von Schwert- und Sandalenfilmen und der Film hält sich minutiös an die Vorlage, historische Fakten werden krass vereinfacht. Die Dialoge sind dafür mitunter ebenso pompös wie die Muskeln der Darsteller und aus dem vorchristlichen Griechenland wird eine düstere apokalyptische Landschaft in erdigen Farben unter bedrohlichen Gewitterwolken.

Die Bilder von „300“ erinnern eher an Fantasy-Filme als an Historienstreifen wie Gladiator. Xerxes´ Armee aus Sklaven, wilden Tieren und Monstern könnte auch aus „Der Herr der Ringe" stammen. Dreh- und Angelpunkt des Films sind die brutalen Kämpfe, gefilmt wie ein tödliches Ballett, mal in Ultra-Zeitlupe oder untermalt von wummernden Metal-Klängen. „300“ ist ein einzigartiges, imposantes, surreales Schlachtengemälde für die MTV-Generation. Geschichtslehrern wird vom Besuch dringend abgeraten.

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