Kick-Ass

 

DIE STORY

Warum gibt es eigentlich im wahren Leben keine Superhelden ?

Diese Frage stellt sich der junge Comic-Fan Dave Lizewsky. Seine Freunde haben darauf eine einfache Antwort: Weil niemand Superkräfte hat.

Dave hat immerhin eine: Er ist für die Mädchen an seiner Schule unsichtbar. Keine guten Vorraussetzungen, aber Dave macht sich trotzdem daran, die Welt zu verbessern. Das Kostüm wird kurzerhand im Internet geordert, dann noch ein bisschen trainiert und dann gehts ab auf die unsicheren Straßen. Der erste Einsatz ist jedoch beinahe auch sein letzter. Dave bezieht die Prügel seines Lebens. Aber auch der Krankenhausaufenthalt kann ihn nicht umstimmen. Sein nächster Einsatz verläuft schon deutlich erfolgreicher und macht ihn dank der Kamerahandys von ein paar Schaulustigen wird "Kick-Ass" zum Internet-Helden. Allmählich wird Dave immer mutiger. Aber einem Drogendealer Manieren beibringen zu wollen ist vielleicht keine so gute Idee. 

Bevor "Kick-Ass" jedoch von der Gang niedergemacht wird bekommt er Hilfe. "Hitgirl" und ihr Vater "Big Daddy" sind nämlich schon länger in der Superheldenbranche aktiv und löschen kurzerhand die gesamte Bande aus.

"Kick-Ass" ist geschockt. Aber das ist erst der Auftakt eines Abenteuers, dass immer mehr außer Kontrolle gerät.


DIE STARS

Der bekannteste Name ist sicherlich Nicholas Cage. Dabei steht er aber nur selten im Mittelpunkt und ist auch dann hinter der Maske eines selbstgebastelten Batman-Outfits versteckt. 

Der Name Mark Strong sagt vielen wohl nicht, dabei hat er schon in Dutzenden Filmen markante Schurken gespielt, am prominentesten vielleicht in Guy Ritchies "Sherlock Holmes".

Am meisten Aufsehen wird Chloe Moretz erregen. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war sie erst 12, hatte aber bereits reihenweise Rollen in TV-Serien und Filmen.

Ähnlich siehts beim eigentlchen Hauptdarsteller Aaron Johnson aus, der im wahren Leben viel besser aussieht, als er in Kick-Ass zeigen darf. Von dem wird man noch viel sehen. Christopher Mintz-Plasse komplettiert den nerdigen Teil der Besetzung, bekannt wurde er mit der Kultkomödie "Superbad".

Regisseur Matthew Vaughn hat sämtliche frühen Filme von Guy Ritchie mitproduziert.

Er selbst hat vor Kick-Ass erst zwei Filme inszeniert, aber jeder von denen ist etwas ganz besonders. Da ist der Gangster-Thriller LAyer Cake, mit dem Daniel Craig seine Bond-Tauglichkeit beweisen konnte.

 

DER KICK

Nach dem Ansehen des Trailers erwartet man eine schräge Superheldenkomödie, mit trashigen Kostümen und Helden mit mächtigen Macken.

Das ist Kick-Ass auch, aber doch auch noch viel mehr. Es ist fast schade, das hier zu verraten, und die Überraschung im Kino für viele ein bißchen zu mildern. Aber gleichzeitig müssen einige Leute auch vor dem Film gewarnt werden. Denn Kick-Ass ist (die plumpe Anspielung muss jetzt sein) ein echter Arschtritt.

Eine Mischung aus Superbad und Kill Bill. Eine ganze Weile sieht der Film wie eine etwas günstige Spiderman-Parodie aus, mit drei nerdigen Freunden, die ständig auf die Mütze bekommen und von der ersten Freundin träumen. Aber dann fließt Blut und Körperteile fliegen.

Das Außergewöhnliche dabei: auch in dieser Phase werden die Sorgen des selbsternannten Helden Dave weiter ernstgenommen, besonders seine Zweifel ob das Heldendasein angesichts der wachsenden Leichenberge wirklich das Richtige für ihn ist. Auch der Humor bleibt im brutalsten Gemetzel nicht auf der Strecke. Erschwerend kommt hinzu, dass hier eine 11-jährige mitmischt und dabei auch selbst einiges abbekommt. Das ist zweifellos nichts für Zartbesaitete.